| Ort der Ausführung: | Groitzsch, Sachsen, Deutschland, Europa |
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| Zeitraum: | Mai 2015 - Aug 2019 |
| Zuständiger Firmen-Standort: | Niederlassung Nord/Ost, Pegau |
Die Stadt Groitzsch hat südlich der Bahnhofstraße zwischen dem Mühlgraben und der östlichen Bebauung der Leipziger Straße (B176) im Bereich der ehemaligen Gleisanlage und einer Gartenanlage das Wohngebiet „Wiesenblick“ erschlossen. Die verkehrstechnische Erschließung erfolgt über die Bahnhofstraße aus südlicher Richtung.
Gegenstand der vorliegenden Planung war der Bau eines Geh- / Radweges beginnend am nördlichen Bauende der Wohngebietsstraße (Wendehammer) bis zum bestehenden Geh- / Radweg in Höhe des ehemaligen Bahnüberganges mit der Leipziger Straße (B176). Der geplante Geh- / Radweg schließt damit an den bestehenden Geh- / Radweg parallel zur B176 an, welcher weiter bis zur Stadt Zwenkau führt. Damit wird für Radfahrer eine direkte Anbindung vom Wohngebiet an das bestehende Radwegenetz hergestellt. Zudem soll die Radwegtrasse im Notfall auch für Personenkraftwagen und Rettungsfahrzeuge befahrbar sein und die Zufahrt mit PkW zu einem Hinterliegergrundstück ermöglicht werden.
Beim Bau des Geh- / Radweges wurde das noch vorhandene Gleisbett der ehemaligen Bahnlinie Pegau – Neukieritzsch genutzt. Im Bereich lagen 3 ehemalige Gleisbrücken, welche zurückgebaut bzw. saniert wurden. An Brücke 1 wurde der vorhandene Durchlass verschlossen. Diese Leistung ist Teil der Umsetzung der Maßnahme Nr. 3 des Hochwasserschutzkonzeptes Schnauder. Die Maßnahme dient dazu, im Hochwasserfall das Eindringen von Hochwasser der Schnauder in die Stadt Groitzsch zu begrenzen bzw. zu verhindern. Zudem wird eine ansonsten anstehende Sanierung der vorhandenen Brücke vermieden. Die Brücke 2 über den Mühlgraben war in einem schlechten Bauzustand und musste saniert werden. Der erforderliche statische Nachweis und die Sanierungsplanung wurden separat vom Auftraggeber veranlasst. Die Ausschreibung und Umsetzung der Sanierung erfolgte gemeinsam mit dem Geh- und Radwegbau. Die Reste der parallel zur Brücke 2 liegenden Brücke 3 wurden komplett zurückgebaut und die Uferböschung wieder hergestellt.
Als Maßnahme zur Kompensation des Eingriffs in Natur und Landschaft wurde die Anpflanzung von Einzelbäumen vorgesehen. Im Vorfeld der Baumaßnahme erfolgte zudem eine Umsiedlung von geschützten Zauneidechsen in Ersatz-Habitate in der näheren Umgebung. Während der Bauausführung wurden an 3 Stellen im Gleisbett, teilweise in den Holzschwellen, Waldameisen gefunden. Zudem wurde etwas abseits der Trasse im Böschungsbereich ein Nest Wiesenameisen, welche auch zu den Waldameisen gehören, entdeckt. Auch hier erfolgte eine Umsiedlung.
Leistungen nach HOAI: Leistungsphasen 1, 3 5-9 (Verkehrsanlagen), örtliche Bauüberwachung
Kosten: ca. 157.000 € netto Baukosten, 21.000 € netto Honorarkosten
| Straßenkategorien: | Radwege |
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| Nutzungsart: | Öffentlich |
"Schriftliche Bestätigung"